Medienkonsum

Das Smartphone gehört mittlerweile genauso selbstverständlich zu unserem Alltag wie der Hausschlüssel oder die EC-Karte. Wir benutzen diese Hilfsmittel, ohne besonders darüber nachzudenken. Nur: Gerade das Handy hindert uns zunehmend daran, im Alltag persönlich miteinander zu sprechen. Das hat vor allem für jüngere Kinder schwerwiegende Folgen. Nach dem ersten Corona Lockdown hat die digitale Mediennutzung vor allem unter Jugendlichen noch einmal deutlich zugenommen. Jugendliche in Deutschland verbrachten phasenweise rund 80% mehr Zeit mit digitalen Medien als vor Corona. Aber auch Erwachsene und damit auch Eltern kommunizieren eindeutig mehr über Smartphones, Tablet und Computer.

Intensität der Mediennutzung

51% der Eltern geben an, mehr als 8 Stunden täglich mit Medien zu verbringen. Etwa 19% der Eltern geben dagegen weniger als 4 Stunden tägliche Medienzeit an.

78% der Eltern (81% der Mütter und 74% der Väter) gaben an, dass sie im Hinblick auf die Mediennutzung ein gutes Vorbild für ihre Kinder sind. Und etwa die Hälfte der Eltern glauben nicht, dass elektronische Medien ihre Kinder in den verschiedensten Hinsichten (positiv oder negativ) beeinflussen. Die andere Hälfte ist gespalten in Eltern, die vor allem positive Auswirkungen sehen und Eltern, die eher negative Auswirkungen bemerken.

35% gaben an, dass die neuen Technologien – Smartphones und Tablets – das Leben von Eltern einfacher machen würden.

37% der Eltern sagen allerdings, dass das Aushandeln der täglichen Mediennutzungszeit ihrer Kinder Konflikte verursacht.

Nach einer repräsentativen Studie aus den USA (2018) an 1786 Eltern von Kindern im Alter von 8 bis 18 Jahren verbringen diese täglich im Mittel 9 Stunden und 22 Minuten mit Medien, davon eine Stunde und 39 Minuten bei der Arbeit und 7 Stunden 43 Minuten in der Freizeit.